Erfahrungen mit Ursofalk

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Sandy
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Erfahrungen mit Ursofalk

Beitrag von Sandy » 30. Mai 2010, 14:59

Hallo,

ich nehme seit fast einem Jahr Ursofalk ein. Es ist ein verschreibungspflichtiges Medikament für Leberkrankheiten und enthält Gallensäuren.
Seither haben sich meine Leberwerte sehr deutlich verbessert:
GGT lag vorher meist um 80 und ist nun unter 30.
GLDH lag vorher zwischen 8 und 27 bei Normwert von <4,8 und die GLDH liegt nun bei unter 2!
Ein Leberfacharzt meinte kürzlich, dass sich unter Ursofalk meist die Leberwerte verbessern würden.

Mich würde interessieren, ob noch jemand unter den MW-Patienten Ursofalk ausprobiert hat und welche Erfahrungen er/sie damit gemacht hat.

LG
Sandy

Morbus1985
Beiträge: 49
Registriert: 10. Aug 2008, 20:47

Beitrag von Morbus1985 » 31. Mai 2010, 20:18

Keine Ahnung, hat mein Facharzt auch nichts erwähnt.
Im Gegenteil, er wies bei Silymarin mich schon zurecht.
Das bei MW keine Zeit für Experimente ist, da es keine Studien dazu gibt inwieweit, Mealcaptase und Co auf sowas reagieren.

Bei den Warnhinweisen zu Ursofalk habe ich aufgehört zu lesen...

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

* Besonders zu Beginn der Behandlung mit dem Medikament ist die regelmäßige ärztliche Kontrolle der Leberenzym-Werte im Blut notwendig.
* Während der Einnahme sollte der Arzt von Zeit zu Zeit die Gallenblase mit Ultraschall untersen.
* Die Therapie sollte abgebrochen werden, wenn sich die Gallensteine spätestens nach einem Jahr nicht verkleinert oder sogar verkalkt haben.
* Tritt bei der Behandlung von Leberzirrhose verstärkt Juckreiz auf, ist die Dosis des Medikaments zunächst zu vermindern, dann langsam wieder zu steigern.

Häufige Nebenwirkungen:
Durchfall, breiiger Stuhl.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Nesselsucht, Verkalkung der Gallensteine, schwere Schmerzen im rechten Oberbauch (bei Behandlung der primären biliären Leberzirrhose).

Besonderheiten:
Bei der Therapie der gallenbedingten Leberzirrhose im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann in sehr seltenen Fällen eine Verschlechterung der Leberzirrhose eintreten. Diese bildet sich nach Absetzen der Therapie zumeist zurück.

Sandy
Beiträge: 402
Registriert: 8. Aug 2008, 17:27

Beitrag von Sandy » 1. Jun 2010, 09:16

Hallo Morbus,

bei allen Medikamenten kann es zu Nebenwirkungen kommen. Es muss aber nicht. Es muss immer abgewogen werden, ob der Nutzen, d. h. die positive Wirkung größer ist als die Nebenwirkungen.
Auch Metalcaptase, Trientine und Zink haben ja Nebenwirkungen und dennoch bleibt bei MW keine andere Wahl als dass man eines von diesen 3 Medikamenten nimmt.

Bei mir hat Ursofalk die Leberwerte so extrem verbessert, wie ich es unter der MW-Medikation bisher nicht erlebt habe.
Außerdem hat sich mein Befinden verbessert, d. h. ich bin wieder konzentrierter.
Was ich nicht erwähnt habe, ist, dass ich parallel zur Einnahme von Ursofalk auch auf Fleisch fast ganz verzichte (habe aber vorher auch nicht sooo viel Fleisch gegessen). Denn tierisches Eiweiß ist bei fortgeschrittener Leberkrankheit nicht so gut für die Leber, weil sich Ammoniak bilden kann. Allerdings hatte ich noch nie einen erhöhten Ammoniakwert.
Ich führe den Rückgang der Leberwerte daher auch auf Ursofalk zurück.


Meine Leberuntersuchungen mit dem Ultraschall haben bisher nichts ergeben, was auf eine Verschlechterung hindeutet und da sich die Leberwerte so deutlich verbessert haben, denke ich, dass bei mir Ursofalk wohl positiv wirkt.
Gallensteine habe ich nicht und daher kann die Nebenwirkung betr. Gallensteine bei mir wohl nicht eintreten.

Was bei mir aber immer wieder im Raum stand, ist, dass ich zuviel Gallensäuren im Blut habe und im Stuhl zu wenig. Vielleicht hat Ursofalk hierauf einen pos. Einfluss.
Ebenso habe ich in Magenspiegelungen immer wieder Galle im Magen gehabt und lt. Beipackzettel wäre dies eines der Anwendungsgebiete von Ursofalk.
Ab und zu habe ich im re. Oberbauch ein Ziehen, das ich aber nicht als Schmerz beschreiben würde. Aber das hatte ich auch schon vor Ursofalk immer wieder mal.
Mein Eindruck ist, dass sich mein Stuhl eher verbessert als verschlechtert hat, d. h. dass ich weniger oft Durchfall habe.

Zumindest hat dieser oben erwähnte Leberarzt, der in der Facharztliste des dt. MW-Vereins steht, gemeint, dass sich mit Ursofalk bei Leberkrankheiten meist die Leberwerte verbessern würden.

Ich will hier nun keinen dazu überreden, Ursofalk einzunehmen. Es geht mir nur darum, zu erfahren, ob es jemand schon ausprobiert hat und welche Erfahrungen er/sie gemacht hat.

LG
Sandy

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