Referenzbereich für Coeruloplasmin 15-30 ?

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hashi562

Referenzbereich für Coeruloplasmin 15-30 ?

Beitrag von hashi562 » 3. Okt 2013, 19:01

Hallo,

ich richte mich mit meinem ersten Beitrag mit einer Frage an euch bevor ich hier nähere Einzelheiten zu meiner Person und den Umständen schildere. Bisher ist bei mir nichts geklärt und diverses spricht für MW, anderes dagegen.

Auf einem Laborzettel aus 2011 bei dem bei mir (unter anderem) Kupfer und Coeruloplasmin bestimmt wurde kam für C. ein Wert in Höhe von 19,5 mg/dl und der Referenzbereich geht von 15-30 mg/dl.

Darunter steht "Bitte beachten Sie den geänderten Referenzbereich ab 14.10.10"

Ich war auf der Homepage des Labor (ist eigentlich ein recht großes aus Frankfurt) und dort steht nach wie vor dieser Referenzbereich.

Methode der Ermittlung ist Turbidimetrie, falls das noch was ausmacht.

Allerdings habe ich auch andere Labore gefunden die mit dieser Methode ermitteln und trotzdem geht der Referenzbereich von 20-60. Daran wird wohl also nicht liegen.

Ich habe übrigens eine Handvoll andere Labore gefunden die ebenfalls 15-30 haben und für Frauen 16-45.

Weiß jemand was das zu bedeuten hat?

Rückt das meine 19,5 in ein anderes besseres Licht?

Vielen Dank für jede Rückmeldung dazu

Kay

Gabriele
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Beitrag von Gabriele » 4. Okt 2013, 21:44

Hallo Kay,

die aktuellen Leitlinien für Morbus Wilson gehen unverändert von einem Normbereich von 20-60 mg/dl aus:
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitli ... 2012-1.pdf

Die Labore übernehmen teilweise allgemein anerkannte Normwerte, überprüfen diese jedoch auch anhand aller bei ihnen untersuchten Blutproben. Wenn ein Labor den Eindruck hat, dass bei ihnen zu viele Leute auf pathologische Werte kämen, die sie sonst für gesund erachten würden, dann korrigiert dieses Labor seine Normwerte. Das Ganze hängt aber auch ein bisschen von der Zusammensetzung der untersuchten Patienten ab, je nach Spezialisierung der einweisenden Ärzte oder Kliniken.
Ob derartige Normwertveränderungen immer auch auf der Homepage angepasst werden, wage ich zu bezweifeln.

Mir ist Frankfurt nicht als ein Labor bekannt, wo besonders viele Wilson-Patienten untersucht würden. Das hängt ja meist auch von entsprechend spezialisierten Kliniken in der Nähe ab.

Bei einem Messwert im Grenzbereich sollten m.E. auf jeden Fall weitere Untersuchungen folgen, zumal das Coeruloplasmin z.B. bei einer Entzündung im Körper (--> CRP-Wert) auch falsch erhöht sein kann. Selbst CRP-Werte, die eigentlich noch unproblematisch sind (z.B. bei 5 oder 7) können nach meinen Erfahrungen das Coeruloplasmin ziemlich beeinflussen.

Viele Grüße
Gabriele

Sandy
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Beitrag von Sandy » 16. Okt 2013, 20:42

Hallo zusammen,

zu den verschiedenen Normwerten beim Coeruloplasmin:
Ein Labor, das bei mir das Coeruloplamin wiederholt mit dem Normwert 20 bis 60 bestimmt hatte, hatte zwischendurch mal einen Normwert wie ihn Kay nannte, angegeben und dazu vermerkt, dass man auf dieses Verfahren zurückgreifen müsse, weil das sonst verwendete Testverfahren derzeit nicht zur Verfügung stände. Ich hatte das so verstanden, dass das Testverfahren mit den niedrigeren Normwerten ein veraltetes Verfahren sein dürfte.

Ich habe diesen anderen, niedrigeren Normwert auch schon öfters im Internet gefunden. D. h. dieses Verfahren wird doch von manchen Laboren angewendet.

LG
Sandy

pimi1994
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Beitrag von pimi1994 » 28. Dez 2013, 10:49

19,5 ist doch ein super wert
ich hab 5,5 CERU

Sandy
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Beitrag von Sandy » 28. Dez 2013, 11:21

Hallo Pimi,

ein Wert von 5,5 erleichtert die Diagnostik ungemein. So gesehen, ist das fast noch ein Vorteil, wenn man beim Coeruloplasmin einen so niedrigen Wert hat.

Aber ein Wert von 19,5 und auch von z. B. 22 schließt einen M. Wilson leider nicht aus.
Das Coeruloplasmin muss beim M. Wilson nicht so niedrig sein, wie bei Dir.

Hinzu kommt, dass Coeruloplasmin bei jedem Infekt und jeder Entzündung ansteigt und so dann die Diagnostik auch wieder erschwert.
Man sagt, dass sogar die durch den M. Wilson verursachte Entzündung der Leber das Coeruloplasmin ansteigen lassen kann.


LG
Sandy

pimi1994
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Beitrag von pimi1994 » 28. Dez 2013, 14:59

Naja, die Diagnose steht bei mir auch schon.
Hoffe bloß das die Symptome schnell wieder weggehen

Ich leide an starken Muskelverkrampfungen in den Händen, Muskelzittern, das erschwert Essen, Schuhe binden usw ...

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