Morbus Wilson und Klassenfahrt

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susanne
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Morbus Wilson und Klassenfahrt

Beitrag von susanne » 20.08.2015, 09:15

Hallo zusammen!

Meine Tochter fährt dieses Schuljahr zur Klassenfahrt.
Und so fangen die Probleme an. Die Lehrer übernehmen keine Medikamentengabe.
Da meine Tochter im Moment des häufigeren die Medikamente vergisst zu nehmen , muss ich sie ständig daran erinnern und kontrollieren.
Ich weiß, das ist in ihrem Alter normal.
Des weiteren kann ich es nicht verantworten, die Medikamente (Metalcaptase) bei Ihr im Zimmer zu lassen. Zum Schutz der Klassenkameraden.
Gibt es Hilfe über die Krankenkasse? Ambulante Pflege? Kostenfrage? Hat jemand damit schon Erfahrung?

Es fahren bereits 2 Elternteile aus Parallelklassen mit, die gut beschäftigt sind. Kind mit schweren Muskelschwund im Rollstuhl. Begleiteltern Plätze sind begrenzt. Meine Chance sieht schlecht aus.

Liebe Grüße
Susanne

sina88
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Beitrag von sina88 » 20.08.2015, 16:04

Hallo Susanne,

wie alt ist deine Tochter denn?
Das ist aber echt traurig, dass sich bei den Erwachsenen keiner findet, der hilft. es geht ja nur darum einen Wecker zu stellen und dann die Medis zu geben.
Da es ja "nur" um Medikamente geht bekommst du wohl eher keine Unterstützung. Bei Diabetes z.B. kann man beim Sozialamt einen Integrationshelfer beantragen. Einfach mal anfragen.

Hier mal zwei Links mit den Grundlagen:

http://www.unfallkasse-berlin.de/conten ... /1409.html

http://vbe-lsa.de/downloads/Mitglieder- ... e_2012.pdf

Gibt es nicht eine Sozialarbeiterin von der Schule die mitfahren könnte?

susanne
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Beitrag von susanne » 21.08.2015, 15:24

Hallo Sina!
Lilli ist mittlerweile 8 Jahre alt.
Danke für die Info Adressen. Ich werde sie mir ausdrucken und nächste Woche zum Elternabend mitnehmen. Dann werde ich konkret das Thema aufgreifen.
Im Kindergarten hat es damals keine Probleme gegeben. Die Diagnose kam im letztem Kindergartenjahr. 2 Erzieher haben die Mittagsmedikation fest übernommen und sich einen Wecker gestellt. Selbst die Köchin zog mit und achtete auf Verbotenes. Dann gab es eine Alternative.
Als ein Sammelurin einen Ausflug zu platzen drohte, übernahm eine diese Aufgabe.
Das ist nicht selbstverständlich,wie ich schon von anderen Eltern gehört habe.

Bei der Krankenkasse werde ich mich noch erkundigen. Sie hat einen SBA+H.
Das muss doch zu lösen sein.

Viele Grüße Susanne

sina88
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Beitrag von sina88 » 21.08.2015, 18:48

Hallo Susanne,

mit 8 kann man das echt noch nicht allein. besonders nicht auf Klassenfahrt. da gibt es so viel Ablenkung. Nicht mal ich schaffe es nach 20 Jahren die Tabletten immer zu nehmen weil mich irgendwas ablenkt.

Selbst wenn sie die Medis alleine nimmt gibt es ja noch das Problem: wo werden sie sicher aufbewahrt?!

Wenn sie ein H hat bekommst du bestimmt hilfe. ich hoffe es dauert noch etwas bis zur Klassenfahrt. Die Anträge dauern bestimmt ewig.

Hat sie das H dauerhaft oder weil sie noch ein Kind ist?

LG Sina

susanne
Beiträge: 26
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Beitrag von susanne » 30.08.2015, 22:34

Hallo Sina!

Meine Tochter hat 40% auf Wilson und 10% auf Sprachentwicklung bekommen. Kinder bekommen aufgrund des Alters das Merkzeichen H. Sie war zur Diagnose 5 Jahre. Strittig ist das Merkzeichen B. Wurde bei uns abgelehnt. Wir haben es rückwirkend ab Geburt anerkennen lassen.

Das Thema Klassenfahrt habe ich beim letzten Elternabend angesprochen. Die Unterlagen aus deinem Link habe ich ihr in Kopie gegeben. Wir müssen uns noch zu einem separaten Termin treffen und alles besprechen. Es soll auch aus Lehrersicht eine Lösung geben. Es dürfe nicht sein, aus der Tablettengabe nicht an der Klassenfahrt teilnehmen zu können.
Nun ist es sogar eine Grundschule mit Inklusion.....
Leider muss ich sagen,davon habe ich mir mehr versprochen.

LG Susanne

sina88
Beiträge: 138
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Beitrag von sina88 » 31.08.2015, 17:51

Echt das wusste ich nicht. Meine Mutter hat damals an sowas nicht gedacht und gesagt wurde es uns auch nicht. Dann kannst du ja Eintritt sparen. Wenigstens etwas gutes an der Sache.
Aber B finde ich auch übertrieben.

Das mit der Inklusion ist ja ne feine Sache, wenn es genug Lehrkräfte dafür gibt. Bei uns in Deutschland war es halt wieder ein Schnellschuss und die Kinder müssen leiden.

Ich drück dir die Daumen. Ich glaub ich würde mich ans Schulamt oder ans Ministerium für Bildung wenden, wenn sich die Lehrer sperren.

LG Sina

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