Morbus Wilson möglich?

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purefan2003
Beiträge: 1
Registriert: 08.09.2018, 22:18

Morbus Wilson möglich?

Beitrag von purefan2003 » 09.09.2018, 23:12

Hallo zusammen,

Ich bin Marcel ,23 Jahre alt und mir geht es gesundheitlich sehr schlecht.

Alles hat angefangen als meine Verdauung vor sechs Jahren nicht mehr richtig funktionierte . Ständige Verstopfung und Blähungen waren an der Tagesordnung. Natürlich wurde Gastroenterologisch alles abgeklärt ohne Befund. Außer eine Schilddrüsenunterfunktion wurde gefunden. Und damit fing das Drama an. Mir ging es immer schlechter mit dem L Thyroxin,zudem Schoß der Leberwert GPT hoch?!

Natürlich konnten Endokrinologen etc mir nicht helfen,also bin ich zum Umweltmediziner hin.Dieser diagnostizierte mir eine Schwermetallbelastung und raus kam im Urintest ein zu hohes Kupfer. Nun sollte ich mir DMPS ausleiten als Kapseln. Das habe ich jedoch überhaupt nicht vertragen und auch die spätere Blutbild Kontrolle zeigte dies . GPT über 200, GOT und GGT bei knapp 100.

Der Arzt will nichts von Morbus Wilson wissen und testet jetzt Mineralien in meinem Körper .

Meint ihr so eine Reaktion auf DMPS könnte ein Indiz für Morbus Wilson sein?

Liebe Grüße
Marcel

Sandy
Beiträge: 364
Registriert: 08.08.2008, 17:27

Re: Morbus Wilson möglich?

Beitrag von Sandy » 15.09.2018, 01:10

Hallo Marcel,

ich würde bei erhöhtem Kupfer im Urin und dazu noch deutlich zu hohen Leberwerten auf jeden Fall den M. Wilson ausschließen lassen.
Du bist gerade in dem Alter, in dem oft der M. Wilson diagnostiziert wird.

Du solltest aber kein DMPS mehr nehmen.
Beim M. Wilson ist es wichtig, dass eine Therapie konstant, d. h. täglich erfolgt.
Heute DMPS zu nehmen und dann eine Woche oder länger nichts, das verträgt eine geschädigte Leber nicht.
Das kann im schlimmsten Fall zu einem Leberversagen oder einer akuten Hämolyse führen.

Außerdem beeinflusst Du die Werte, wenn Du DMPS nimmst.

Hier auf der Internetseite findest Du auch eine Liste von Fachambulanzen:
https://morbus-wilson.de/de/fachkliniken.html
Es wäre zwar sinnvoll, wenn Du ein paar Werte vor einer Vorstellung in einer Fachambulanz schon hättest, aber wenn Du keinen Arzt findest, der diese bestimmen lässt, dann sollte es auch genügen, wenn Du die bisher bekannten Werte dorthin mitnimmst.

Wichtige Werte wären noch:
Das Kupfer im Blutserum und das Coeruloplasmin im Serum
Außerdem wäre ein 24h-Urin auf Kupfer sinnvoll.
Allerdings solltest Du kein Zink einnehmen. Zink beeinflusst noch Monate nach dem Absetzen das Urinkupfer.
Solltest Du Zink einnehmen, so würde ich es "ausschleichen", d. h. nicht sofort absetzen. Denn auch ein plötzliches Absetzen kann der Leber schaden.

Die Reaktion auf DMPS kann m. E. durchaus bei einem M. Wilson vorkommen.
Man muss bei dieser Krankheit langsam die Medikamente "einschleichen", damit sich der Körper daran gewöhnt. Wie ich oben schrieb, sind die bei Umweltmedizinern oft üblichen "Stoßtherapien", d. h. ein Mal in 1 oder 2 Wochen eine DMPS-Gabe nicht sinnvoll.


Gruß
Sandy

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